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Hörbuch ISBN 3866043155
Inhaltsangabe des Verlags

Der Dschinn Bartimäus, sein junger Meister Nathanael und Kitty stehen vor ihrem größten Abenteuer: Der Drahtzieher der Verschwörungen um das Amulett von Samarkand und den Golem plant seinen genialsten Coup. Und jetzt geht es für die drei um alles, die Macht der Magier, die Zukunft der Dschinn und das Überleben der gewöhnlichen Menschen. Ein furioser Showdown bahnt sich an…

Das Buch gewann in der Kategorie Jugendbuch den internationalen Buchpreis CORINE 2006, der alljährlich an Autorinnen und Autoren für herausragende schriftstellerische Leistungen und deren Anerkennung beim Publikum vergeben wird.

Titel

Bartimäus - Die Pforte des Magiers (Band 3)

AutorJonathan Stroud
GenreFantasy
Kinder und Jugend
ArtLesung
SprecherGerd Köster
VerlagRandom House Audio
VeröffentlichungJuni 2006
CDs6
ISBN9783866043152  (früher 3866043155)
Preis CD
29,95 € (unverbindliche Preisempfehlung)
CD Kauf
bestellen
Im Stream/Download bei Audible
20,95 € Audible.de
 


Unsere Rezension zu Band 1, "Das Amulett von Samarkand"  

Wer Spannung, Witz und Fantasy mag, der wird dieses Hörbuch lieben.

Der Lehrjunge Nathanael ist für sein Alter schon erstaunlich weit in der Zauberei, was seinem relativ beschränkten Lehrmeister gar nicht auffällt. Bartimäus, ein 5000 Jahre alter Dschinn, und Nathanael geraten in eine gegenseitige Abhängigkeit, bei der jeder von beiden versucht, die Oberhand zu gewinnen. Nach und nach achtet Bartimäus den jungen Nathanael, der von einem Schlamassel ins nächste gerät. Diese Entwicklung ist sehr spannend und unterhaltsam.

Leider wurde einiges gekürzt. So etwa das Auftreten einer Jugendbande, die Nathanael das Amulett stehlen will und die wohl zu einer Verbrecherorganisation gehört. Ihr Fehlen ist deshalb schade, weil sie sicher im 2. Band wieder auftauchen wird und dem Hörer dann einige Erlebnisse fehlen. Auch Nathanaels dramatische Flucht und die anschließende Planung des Finales fielen dem Rotstift zum Opfer und wirken im Hörbuch nicht mehr ganz so fesselnd wie im Buch.
Was ebenfalls fehlt, aber nicht unbedingt von Nachteil ist, sind die Anmerkungen von Bartimäus. Im Buch tauchen sie bei den Kapiteln, die er erzählt, ständig auf und stören beim Lesen, da man ständig von oben nach unten springen muss. Sie sind sehr lustig, da Bartimäus von seinen reichhaltigen Erlebnissen aus 5000 Jahren berichtet und das in sehr ironischer Weise. Für die Geschichte notwendig sind sie aber nicht, und von daher fällt ihr Fehlen nicht weiter auf.
Anzumerken wäre noch, dass die Kapitel abwechselnd in der 3. Person über Nathanael handeln oder in Ich-Pespektive von Bartimäus dargestellt werden.

Dass die Wahl des Sprechers auf Martin Semmelrogge fiel, ist sehr gelungen! Seine Berliner Schnauze bringt die ironische Boshaftigkeit von Bartimäus so gekonnt an den Hörer, wie es wohl kaum ein anderer geschafft hätte.

Für jung und alt sehr zu empfehlen!

Unsere Rezension zu Band 1, "Das Amulett von Samarkand"  

Bartimäus und das Amulett von Samarkand ist der erste Band der Trilogie von Jonathan Stroud um den Dschinn Bartimäus. Auch bekannt als Sakhr al-Dschinni, N’gorso der Mächtige und die Silbergefiederte Schlange. Der Dschinn, der die die Mauern von Uruk, Karnak und Prag wieder aufrichtete, der mit König Salomon sprach, mit den Büffelvätern über die Prärie galoppierte und über das alte Simbabwe wachte, bis seine Wälle zerfielen und seine Bewohner von den Schakalen gefressen wurden.

Und genau dieser Dschinn staunt nicht schlecht als ihn ein 12 jähriger naseweiser Zauberlehrling herauf beschwört. Anfangs noch leicht amüsiert über seinen neuen Meister, wächst sein Erstaunen noch an, als dieser ihm aufträgt, einen hochmagischen Gegenstand (Das Amulett von Samarkand) aus dem Besitz des mächtigen Zauberes Simon Loveleys zu „entwenden“.
Hätte Bartimäus auch nur geahnt was ihm dieser Nathanel eingebrockt hat, wäre das Ziehen an seinen Därmen sicher stärker gewesen. Und vielleicht, aber auch nur vielleicht, wäre er etwas zurückhaltender gewesen. Denn der Dschinn verfügt über ein freches Mundwerk, das seines gleichen sucht und er läuft immer gerade dann zu Hochform auf, wenn er sich in brenzligen Situationen befindet, oder ihm scheinbar überlegene Gegner gegenüber stehen. Also genau dann, wenn es alles andere als hilfreich ist. Das sein Meister davon betroffen ist, stört ihn übrigens in keinster Weise… im Gegenteil. Soll dieser doch am eigenen Leib spüren, was er Bartimäus da eingebrockt hat.
Und so schliddern der Dschinn und sein Meister in ein Abenteuer hinein, dessen Ausmaß und Kontrolle ihnen mehr und mehr aus den Fingern gleitet. Dabei geraten sie an Gegner, die ihnen das Leben wahrlich zur Hölle machen.
Aber selbst da steht die Klappe des Dschinn nicht still. Wäre auch Schade. Denn gerade das gehässig lose Mundwerk von Bartimäus macht einen Großteil des Hörvergnügens aus. Nicht zuletzt auch deswegen, da Bartimäus für den Hörer kommentiert. In der literarischen Vorlage sind diese Kommentare zu jedweder Situation in Form von Fußnoten, zu Hauf zu finden. In der Lesung wurden jedoch nicht alle übernommen; das ist aber nicht weiter tragisch, es sind genügend übrig geblieben.
Gekürzt wurde insgesamt kaum, nur die Kürzungen zum Ende hin stören etwas, da sie dem Finale ein wenig die Dramaturgie nehmen. Das soll jedoch nicht heißen, dass es nicht dramatisch zu geht.
Die bei der vorigen Rezension erwähnte Streichung des Zauberspiegels hat keine Folgen auf die weitere Handlung, da dieses Ereignis auch im zweiten Buch, als Rückblick noch einmal eingebunden ist.

Vorgetragen wird „Bartimäus und das Amulett von Samarkand“ von Martin Semmelrogge und man hätte sich keinen besseren Leser aussuchen können. Semmelrogges knottrige „Berliner Schnautze“ passt einfach perfekt zu Bartimäus. Nicht nur wegen der scharfen Zunge des Dschinn, sondern auch wegen des Charakters. Die ausgefuchste und zugleich liebenswerte Art des Dschinn, gemischt mit trockenem Humor könnte genauso gut eine Rolle für Martin Semmelrogge sein. Wie schon gesagt es passt einfach wie die Faust aufs Auge.

Unsere Rezension zu Band 2, "Das Auge des Golems"  

Die Gruppe des Widerstandes macht der Zauberer Gesellschaft immer stärker zu schaffen. Nathanael, besser bekannt unter dem Namen John Mandrake, hat, zwei Jahre nach der „Loveless Sache“, Karriere im Innenministerium gemacht. Seine aktuelle Hauptaufgabe ist die Bekämpfung eben jenes Widerstandes, ohne jedoch wirkliche Erfolge vorweisen zu können. Der Druck auf den jungen Zauberer steigt noch, als ein Anschlag noch nie da gewesenen Ausmaßes verübt wird. Ihm bleibt nur eine Möglichkeit. Er muss sein Versprechen brechen und den Dschinn Bartimäus erneut beschwören. Nicht zuletzt weil Nathanael etwas oder jemanden ganz anderen als den Widerstand hinter dem Anschlag vermutet…

Der zweite Teil der Bartimäus Trilogie, beschäftigt sich vor allem mit der Gruppe des Widerstands. Dem Hörer werden Einblicke in die Struktur der Gruppe, ihre Taten und Ziele sowie ihrer Entstehung gewährt. Es geht vor allem um die junge Kitty, die die heimliche Hauptfigur der Geschichte ist. Ihre Geschichte wird erzählt, wie sie zum Widerstand kam und welchen tollkühnen Plan dieser verfolgt, um der Zauberer Gesellschaft zuzusetzen. Das diese zur gleichen Zeit auch noch von einer anderen Seite attackiert wird, ist dem Widerstand nicht bewusst. Genau dieser zweiten Seite ist Nathanael auf der Spur. Dies bildet einen zweiten Handlungsstrang. Auch wenn dieser Strang etwas in den Hintergrund rückt, so ist er für die Entwicklung der gesamten Trilogie wohl umso wichtiger.
Natürlich ist auch dieser Teil geprägt vom Sarkasmus und der großen Klappe des Dschinn Bartimäus, der einen großen Teil des Charmes auch dieser Geschichte ausmacht.

Die Story beginnt, trotz der gravierenden Ereignisse eher ruhig, steigert sich dann über verschiedene kleine Spannungsspitzen zum Ende hin, indem sie ihren Höhepunkt erreicht. Im Vergleich zum „Amulett von Samarkand“, ist die ganze Geschichte aber weniger aufregend. Was nicht heißen soll dass sie langweilig ist. Aber die kleineren Spannungsspitzen sind weitaus weniger, dafür gezielter verteilt und das Ende lange nicht so spektakulär wie im ersten Band.
Das liegt wohl vor allem daran, dass es dem „Auge des Golem“ an einem tatsächlichen Widersacher wie Simon Loveless fehlt bzw. dieser im Verborgenen bleibt.
Ingesamt zeichnet sich „Das Auge des Golem“ weniger durch Dramatik als viel mehr durch Information aus.
Auch hier sei noch mal betont, die Geschichte ist nicht langweilig, sie kommt genauso unbeschwert daher wie auch schon Band 1, sie erfüllt wohl genau das, was ein Band 2 einer Trilogie erfüllen muss. Sie rückt das ganze in die richtige Position für den finalen Band.

Zu gern würde ich nun an dieser Stelle schreiben, dass auch Band zwei von Martin Semmelrogge gelesen wird. Leider ist dem nicht so. Wobei, das ist schon hart ausgedrückt und Gerd Köster gegenüber nicht fair. Dieser macht seine Sache nämlich alles andere als schlecht.
Wenn man sich an seine Stimme gewöhnt hat, was mir allerdings erst beim zweiten Mal Hören gelang, dann weiß man sie auch zu schätzen. Er verleiht den Figuren durchaus einen akustischen Wiedererkennungswert, ohne dabei zu übertreiben oder gar zu theatralisch zu wirken. Und das, obwohl er vom Theater kommt, oder vielleicht gerade deshalb.
Man muss auch fairer weiße sagen, dass er es bei mir auch schwer hatte, da ich doch sehr von Semmelrogge als Bartimäus begeistert war oder bin.

Gerd Köster ist ein Allroundtalent, neben Theater und Musik (Frontmann der Bands „Schroeder Roadshow“ und „The Piano“) hat er für die Lesung von Mikael Niemi „Populärmusik aus Vittula“ eine Nominierung für den Deutschen Hörbuchpreis 2003 erhalten.

Fazit: Wem „Bartimäus und das Amulett von Samarkand“ gefallen hat, dem wird auch dieser Band ebensoviel Freude machen.

Weitere Hörbücher dieser Reihe:
 Das Amulett von Samarkand (Band 1)  
 Das Auge des Golems (Band 2)  



(© echthoerbuch.de 26.04.2019)
 



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