16.10.2018
   
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Hören statt langweilen!


Hörbuch ISBN 3438018500
Inhaltsangabe des Verlags

Ob Loblied oder Hilfeschrei nach Gott - in den biblischen Psalmen findet der Glaube Sprache. Lassen Sie sich von der Großen Hörbibel hineinnehmen in die Zwiesprache von Menschen mit Gott. Mit der ersten szenischen Lesung der Psalmen in der Übersetzung Martin Luthers kommen Ihnen Gebete und Lieder des Psalters ganz nahe: Es ist, als ob Sie eines der Gespräche Davids mit Gott belauschen oder die Psalmbeter direkt neben Ihnen säßen. Erleben Sie mit dieser einzigartigen Einspielung den Reichtum der biblischen Psalmen neu.

Gesamtspieldauer 5 Stunden; jeder Psalm als Track auszuwählen.

TitelDie Große Hörbibel - Die Psalmen
AutorBibel
GenreReligion
Artinszenierte Lesung
SprecherRolf Schult
Walter Kreye
Claudia Mischke
Frauke Poolman
Bodo Primus
Ernst-August Schepmann
Philipp Schepmann
Gabriele Blum
Martina Rester
Michael Eliah Evers
Thomas Lang
Hans Bayer
Eva Garg
VerlagDeutsche Bibelgesellschaft
CDs5
ISBN9783438018502  (früher 3438018500)
Preis CD
29,80 € (unverbindliche Preisempfehlung)
CD Kauf
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MP3-CDs1
ISBN9783438018458  (früher 3438018454)
Preis mp3
14,90 € (unverbindliche Preisempfehlung)
mp3 Kauf
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Download
4,95 €
Dauer300 min
 


Unsere Rezension zu "Das Neue Testament"  

Eine wahrhaft gigantische Produktion präsentiert die Deutsche Bibelgesellschaft mit der "großen Hörbibel" nach dem Text der im Jahre 1984 revidierten Luther-Übersetzung.

Nicht weniger als 21 CDs umfasst das Werk, das unter der Regie von Philipp Schepmann als szenische Lesung umgesetzt wurde. Szenische Lesung, d.h., die Texte werden in verteilten Rollen wie ein Hörspiel interpretiert. Nur ohne Geräusche und Musik – sozusagen "Sprecher pur".
Und das ist gut so! Denn der Regisseur (und zugleich ausführende Produzent) hat hier eine Besetzung aufgeboten, die man nur als hochkarätig bezeichnen kann. Bereits der Klappentext des edlen, in dunklem Rot gehaltenen CD-Schubers lässt das Herz des geneigten Hörbuch-Fans höher schlagen: Christian Brückner, Manfred Steffen, Peer Augustinski, Felix von Manteuffel, Matthias Haase, Peter Lieck, Jens Wawrczeck, Gunda Aurich, Bodo Primus, Eckart zur Nieden, Matthias Ponnier und, und, und. Und das sind längst noch nicht alle Interpreten ...

Große Namen wecken große Erwartungen, und natürlich ist auch die textliche Vorlage der Produktion eine Herausforderung für jedes Produzenten-Team. Also – wie sieht es mit den inneren Werten (sprich: Der Umsetzung) aus?
Um es gleich vorweg zu nehmen: Sowohl die Qualität der Aufnahmen als auch die sprecherischen Leistungen der Akteure sind über jeden Zweifel erhaben. Philipp Schepmann versteht es meisterhaft, eine wirklich dichte, dem Grundtext sehr angemessene Hörspiel-Atmosphäre zu schaffen – und dies allein durch Variationen der vielen unterschiedlichen Stimmen, gänzlich ohne Sound-Effekt-Haschereien.
Eine gute Idee ist außerdem die "Mehrfachbesetzung" diverser Rollen. So wird beispielsweise der Apostel Paulus von gleich drei sehr unterschiedlichen Sprechern in Szene gesetzt. In der Apostelgeschichte leiht (1) ein über weite Strecken dynamisch-kämpferischer Felix von Manteuffel dem Heidenmissionar die Stimme. In seinen Briefen an die frühchristlichen Gemeinden wird er dagegen (2) von einem warmen, väterlichen und dennoch sehr engagiert um ein unverfälschtes Evangelium ringenden Ernst-August Schepmann sowie (3) dem eher die sachlich-rationalen Aspekte seines Charakters betonenden Christian Brückner verkörpert.
Des gleichen gilt für den Jünger Johannes: Auch hier hat man mit Andreas Pietschmann (Evangelium), Peter Lieck (Briefe) und Manfred Steffen (Offenbarung) drei hervorragende und sehr verschiedene Darsteller gewählt, um dem Hörer unterschiedliche Facetten und Lebensalter des Evangelisten nahe zu bringen.

Es ist schlicht unmöglich hier auf alle neutestamentlichen Bücher einzugehen. Daher nur noch ein paar Anmerkungen: Der Grundtext setzt ein gewisses Interesse an der Bibel voraus. Die Produktion ist keine freie Interpretation und folgt dem Luthertext wirklich "Wort für Wort" - ungekürzt. Daher wirken die einzelnen Bücher und Briefe entsprechend lang, aber nie langweilig.

Natürlich gibt es auch einige Stellen, die sich dem Hörer nicht so leicht erschließen: Beispielsweise fallen die Johannesbriefe gegenüber dem "Action-Evangelium" des Markus dramaturgisch durch ihre vielen, sich z.T. wiederholenden philosophischen Gedanken deutlich ab. Hier muss klar gesagt werden, dass die Produktion keine Episoden zum Nebenbei-Hören liefert. Wer sich jedoch auf die gesamte akustische Reise einlässt, wird viele ihm bekannte Sprecher von ganz neuen Seiten erleben (z.B. Jens Wawrczeck als "Judas").

Bei allem Lob für die Audioproduktion – es sind auch einige "Wehrmutströpfchen" vorhanden.
1. Die edle Aufmachung des CD-Schubers setzt sich bei den CD-Hüllen leider nicht fort; hier gibt es nur einfache Papierhüllen. Sehr schade!
2. Das Booklet liefert zwar recht detaillierte Hinweise zu den Sprechern und wartet außerdem mit Martin Luthers’ Vorrede zum Neuen Testament auf, weitere "Produktionsnotizen" wären angesichts dieses Mammutprojekts (immerhin über 20 Stunden Audio-Umsetzung!) jedoch mehr als angemessen gewesen.
3. Noch einmal zum Booklet: Leider sind keine näheren Informationen zum Neuen Testament vorhanden. Luthers’ Vorrede ist zwar recht nett, aber auch recht alt (nämlich von 1534). Dementsprechend "antiquiert" liest sie sich auch. Die Produktion ist u.a. aufgrund ihrer hohen künstlerischen Qualität gut dazu geeignet, gerade auch eher kirchen-distanzierten Hörbuchfans einige Grundlagen des christlichen Glaubens zu vermitteln. Mit einer entsprechenden ("modernen") Einleitung hätte man jedenfalls hierzu explizit einladen können.

Insgesamt bleibt zu sagen, dass es sich bei der "großen Hörbibel" um eine außergewöhnliche und mit viel Liebe zum Detail umgesetzte Produktion handelt, die qualitätsmäßig an keiner Stelle abfällt: Philipp Schepmann und seine Crew haben hiermit ein Werk geschaffen, das sich von anderen Bibelhörbüchern vor allem durch die sagenhafte Besetzung und Regie absetzt. Es bleibt zu hoffen, dass gemäß der Botschaft des Neuen Testaments viele geistliche Früchte aus dem Projekt erwachsen.

Unsere Rezension zu "Von der Liebe"  

Die Bibel ist langweilig, trocken und nur bedingt interessant? Über manche Passagen kann man dies sicherlich sagen. Doch die Bibel ist auch abwechslungsreich und überraschend. So wie dieses Hörbuch.
In „Von der Liebe“ sind vier Ausschnitte der Bibel enthalten.
Der erste ist wohl auch der bekannteste Abschnitt der Bibel zum Thema Liebe, „Das Hohelied Salomons“. Eher eine Art Liebes-Lyrik als ein Bibeltext. Diese Stelle ist ein wundervolles Liebesgedicht in Prosa. Nicht sehr originell, aber wunderschön. Einfach nur als kleines Indiz, dass die Bibel nicht immer so ist, wie man sie sich vorstellt: in diesem Text wird mehrfach und ganz natürlich über die Brüste der Frau gesprochen.
Das Buch Rut ist das konventionellste der vier Stücke: ein biblisches Gleichnis, welches das zueinander finden zweier Menschen beschreibt. Nicht schlecht, aber vier solcher Texte in „Von der Liebe“ hätten bei weitem nicht so fasziniert.
Wunderschön ist auch „Das Buch Tobias“. Es beginnt wie eine „normale“ Geschichte aus der Bibel, wird dann aber mehr zu einem Liebes-Märchen, es wird richtig spannend, wie es weiter geht.
Der letzte ist wohl auch der bekannteste Abschnitt der Bibel zum Thema Liebe, „Das Hohelied der Liebe“. Nicht sehr originell, aber sehr, sehr gefühlvoll.
Ebenfalls sehr überzeugend sind die Sprecher. Vor allem Sascha Icks und Philipp Schepmann überzeugen.

Weitere Hörbücher dieser Reihe:
 1. Mose/Genesis - 2. Mose/Exodus
 Das Neue Testament  
 Von der Liebe  



(© echthoerbuch.de 05.05.2009)
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