14.12.2018
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Hörbuch ISBN 3898131998
Inhaltsangabe des Verlags

Ein Skandalbuch, das sich fast 70.000mal verkaufte: »Inzest« versetzte Frankreich einen nachhaltigen literarischen Schock. Ein Jahr nach der Aufregung um Michel Houellebecq wurde Christine Angot zur erfolgreichsten und meistdiskutierten französischen Autorin. Ihr Roman über die Liebe einer Frau zu einer zehn Jahre älteren Ärztin beeindruckt durch seine atemlose, pulsierende Erzählweise: Mit
radikaler Offenheit verschmilzt Christine Angot biografische Fakten und Fiktion. Schauspielerin Sophie Rois agiert in »Inzest« mit derselben emotionalen Kraft, die auch die außerordentliche Wirkung des Textes ausmacht.

TitelInzest 
AutorChristine Angot
ArtHörspiel
SprecherSophie Rois
VerlagDer Audio Verlag
CDs1
ISBN9783898131995  (früher 3898131998)
Preis CD
14,95 € (unverbindliche Preisempfehlung)
CD Kauf
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Dauer56 min
 


Unsere Rezension  

"Inzest" ist eine äußerst chaotische Ansammlung von Gedanken und Erinnerungsbruchstücken der Autorin, die noch nicht mal chronologisch sortiert sind. Christine Angot schüttet alles dem interessierten Leser bzw. Hörer vor die Füße, überflutet ihn mit Worten, Bildern, Schilderungen, Gefühlen und der großen Angst vor dem Wahnsinn, gegen den sie anschreibt. Dabei springt sie thematisch von ihrer gescheiterten lesbischen Beziehung über ihre Tochter Leonore hin zu ihrer Mutter und landet schließlich bei ihrem Vater, den sie erst als Teenager kennen gelernt hat, nur um dann innerhalb weniger Sätze wieder zu ihrer Partnerin, einer zehn Jahre älteren Ärztin, zurückzukehren und sich von dort neue Wege durch ihre Erinnerungen zu bahnen. Das alles geschieht mit einer schonungslosen Offenheit. Es gibt kein Drumherum, hier wird man nicht mit poetischen Bildern verwöhnt, sondern mit Gedanken, die je nach Art der Erfahrung mal schön, mal weniger schön gefärbt sind. Von einem der Punkte in ihrer Biographie scheint sie jedoch nicht recht zu wissen, wie sie ihn beschreiben soll, obwohl er eine ganz zentrale Position einnimmt: das inzestuöse Verhältnis zu ihrem Vater.
Sich einen solchen Stoff für ein Hörbuch auszusuchen, ist ohne Frage sehr mutig. Darüber hinaus ist es natürlich klar, dass man den Hörer nicht über die komplette Distanz von fast 200 Seiten scheuchen kann, ohne dass dieser selbst langsam anfängt, wahnsinnig zu werden. Die Bearbeitung von Annette Kurth ist unter diesem Gesichtspunkt sehr gut geraten, auch wenn man ihr den leichten Vorwurf machen muss, das Buch teilweise entschärft zu haben. Mit der Wahl der Sprecherin, der Schauspielerin und Sängerin Sophie Rois, hat man allerdings einen absoluten Glücksgriff getan – sie scheint dieses Chaos geradezu zu leben und zu verinnerlichen, so dass man als Hörer absolut keinen Zweifel daran hat, dass all diese Geschichten ihr selbst widerfahren sind. So behält das Hörbuch die aufwühlende Stimmung der Vorlage, auch wenn diese drastisch gekürzt und "braver" gemacht wurde.




(© echthoerbuch.de 05.05.2009)
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