10.12.2018
   
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Hören statt langweilen!


Hörbuch ISBN 3898132986
Inhaltsangabe des Verlags

Brooklyn, New York: Der 34jährige Schriftsteller Sidney Orr, der sich nach schwerer Krankheit auf dem Weg der Besserung befindet, ersteht in einem chinesischen Laden ein blaues Notizbuch. Von da an häufen sich die Seltsamkeiten: Der chinesische Laden schließt, Sidneys gemütsstarke Frau bricht auf dem Rücksitz eines Taxis in Tränen aus, und der Held seiner neuen Geschichte gerät in Situationen und Entscheidungen, die seine eigenen vorwegnehmen und spiegeln. Seine Welt gerät ins Wanken. Als er versucht, die rätselhaften Entwicklungen zu ergründen, muß er feststellen, daß Zufall, Magie und Schicksal reale Größen sind: Das geschriebene Wort ist nicht vom Leben zu trennen. Der neue Roman von Paul Auster, gelesen von Jan Josef Liefers, entwickelt einen Sog, dem sich kein Hörer entziehen kann.

TitelNacht des Orakels 
AutorPaul Auster
GenreLiteratur
ArtLesung
SprecherJan Josef Liefers
VerlagDer Audio Verlag
CDs5
ISBN9783898132985  (früher 3898132986)
Preis CD
27,99 € (unverbindliche Preisempfehlung)
CD Kauf
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Dauer390 min
 


Unsere Rezension  

Als ich mit Roman und Hörbuch von Paul Austers neuem Werk "Die Nacht des Orakels" durch war, kam mir ein vertrauter Gedanke in den Sinn: Auster treibt ein magisches Spiel mit dem Hörer (dem Leser) - real, fiktiv, psychologisch, philosophisch, literarisch. Nichts geschieht zufällig, alles ist durchdacht, verknüpft sich wie im Spiegel mit Geschichten in den Geschichten und endet schließlich in einer Katastrophe, die niemand vorhersieht. Schon gar nicht der Hörer / Leser, vielleicht noch nicht einmal der Autor selbst… Aber genau das macht auch das Hören (Lesen) seiner Werke zu einem Abenteuer.
Und dann dämmerte mir, dass dieser frühere Eindruck nichts mehr mit jenem neuen Eindruck gemeinsam hatte, der sich nach dem Hören von "Die Nacht des Orakels" in mir einstellte. Das neue Buch (oder wie es im Booklet zum Hörbuch heißt: "der neue Auster") kam ungewohnt kurz daher, lag unter 290 Seiten und so verwundert es nicht, dass die vertonte Romanfassung im Hörverlag als 362 Minuten umfassende vollständige Lesung (!) präsentiert wurde. Gegen das Hörbuch als solches ist nichts einzuwenden. Es kommt im rubust-dekorativen Pappschuber daher, welcher die CDs (jede für sich in einer Papphülle) und ein Booklet beinhaltet. Jan Josef Liefers als Sprecher mag auf den ersten Blick eher ungewohnt anmuten, nach einiger Zeit des Zuhörens stellt sich jedoch der Eindruck ein, dass sich Stimme und Hauptfigur des Romans sehr gut ergänzen. Dennoch sei an dieser Stelle bemerkt, dass mein persönlicher Favorit für vertonte Auster-Romane nach wie vor Hans-Peter Hallwachs heißt.
Zum Inhalt des Hörbuches bleibt jedoch wenig Gutes zu sagen: wer das Gesamtwerk von Paul Auster kennt, wird schnell merken, dass dieser neue Roman kaum bis gar nichts Neues zu bieten hat. Auch in dieser Erzählung bilden verschiedene und mehr oder weniger zufällige Handlungsstränge mit unverkennbar autobiographischem Touch die Gesamthandlung. Diese Handlungsstränge sind jedoch nicht wirklich ausgeprägt und jeder für sich könnte als Nebenschauplatz (Rahmenhandlung) für einen besseren Auster Roman dienen, anstatt als Trio zusammengefasst einen eigenständigen Roman zu "simulieren". Wenn ich (als erklärter Freund von Austers Romanwerk) nicht wüsste, dass mehr in diesem Mann steckt, würde ich mich hüten, "Die Nacht des Orakels" zu verreißen. Aber diese Geschichte ist nicht mehr als ein lieblos heruntergekurbeltes und aus bekannten Schemata zusammengepuzzeltes Drama. Der Eindruck drängt sich auf, dass der lustlose Autor nach "Schema F" einen Roman bastelte, zudem er zwar selber keine Lust hatte, sein Publikum jedoch auf ein neues Buch wartete.
Wer Auster jedoch nicht kennt, wird an Buch und vermutlich mehr noch am Hörbuch sehr wohl Gefallen finden. Auster ist und bleibt eben Auster ! Und dieser treibt ein magisches Spiel mit dem Hörer (dem Leser) - real, fiktiv, psychologisch, philosophisch, literarisch. Nichts geschieht zufällig…
Und so bleibt alles anders.

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(© echthoerbuch.de 05.05.2009)
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